Kurze Geschichte der Pfarrgemeinde Gaishorn/Trieben



mit den Predigstellen Trieben und Treglwang und der Tochtergemeinde St. Johann am Tauern

Als  Joseph II. das Toleranzpatent erlassen hatte, bildeten sich nicht nur in Schladming und der Ramsau eine evangelische Gemeinde, sondern auch in Wald/Schoperpass. Auch die Evangelischen aus Gaishorn bis nach St. Johann am Tauern wurden von dem Walder Pfarrer betreut.

Während am Tauern bald ein Bethaus gebaut wurde (1794; heute: Glaubenskirche) gründeten die Evangelischen in Gaishorn eine eigene Schule und einen eigenen Friedhof.

Erst 1880 - zwei Jahrzehnte nach dem Protestantenpatent des Kaisers Franz Josef I. von 1861 - wurde die Friedenskirche in Gaishorn fertig gestellt. Ihre Entstehungsgeschichte zeugt von viel Aufopferungsbereitschaft und Ausdauer im Glauben und Kampf gegen die Beamten der Zeit.

1948 wird Gaishorn durch die Trennung von Wald eine selbständige Pfarrgemeinde. Erster Pfarrer der Gemeinde war Theodor Hochhauser, der ab 1938  Personalvikar der Pfarre Wald und dann 2. Pfarrer mit Sitz in Gaishorn war.

Die weiteren Seelsorger sind:

Franz Hochhauser
ab 1946 
  2. Pfarrer von Wald mit Sitz in Gaishorn

 

1948-1958

Pfarrer von Gaishorn

Victor Kuderna

1958-1959

Pfarrer

Horst Köbke


1962-1968

Pfarrer

Walter Traidl
1969-1973

Pfarrer

Gebhard Dopplinger
1973-1981

Pfarrer

Jörg Schulze   Nov. 1983 bis Juni 1985  

Pfarrhelfer

 

Michael Welther
 

1994 bis 1996
1996 bis 2010

 

Pfarramtskandidat
Pfarrer

Mag. Tatjana Hochhauser   1.9.2012 bis 31.8.2014
1.9.2014 bis 31.8.2015

  Vikarin /Pfarramtskandidatin
Pfarrerin
Dipl.-Päd. Karlheinz Böhmer   ab 1.9.2015   Pfarrer

 

 

Höhepunkte im Gemeindeleben:

 

1979/80   Renovierung der Friedenskirche
1980   100-Jahr Jubiläum mit Neueinweihung der Kirche und steirisches Gustav-Adolf-Fest in Gaishorn
1996   Ordination und Amtseinführung Pfr. Mag. Michael Welther
1996   Erwerb des Hauses Putz Nr. 57 als neues Pfarrhaus
1998   Einweihung des neuen Pfarrhauses in Gaishorn und 50-Jahr-Jubiläum seit Selbstständigwerdung der Pfarrgemeinde - mit Bischof Mag. Herwig Sturm
2000
  120-Jahr-Jubiläum der Friedenskirche,
Festgottesdienst mit Superintendent Mag. Hermann Miklas
2002   Visitation durch Superintendent Mag. Hermann Miklas
2006   Steirische Superintendentialversammlung in Gaishorn

2007-2009

  Renovierung der Friedenskirche
2009   Wiedereinweihung der Friedenskirche mit Bischof Dr. Michael Bünker
2009/10   Renovierung der Johanneskirche Trieben
Juni 2010   Steirischer Evangelischer Kirchentag (Gustav-Adolf-Fest) in Gaishorn
2011  

Umbenennung der Pfarrgemeinde in Gaishorn/Trieben

 

 

Pfarrhaus



Pfarrhaus Gaishorn

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Die Predigtstation Trieben



Nach dem 2. Weltkrieg zogen vor allem in Trieben neue Evangelische zu, angelockt durch die Arbeitsplätze in den Veitscher Magnesitwerken.

Nachdem jahrelang in einem Gasthaus, in der Volksschule und im Trauungssaal der Gemeinde Gottesdienst gefeiert wurde, beschlossen die Triebener Evangelischen 1956 ihre eigene Kirche zu bauen.

1959 wurde die Johanneskirche durch Superintendent Leopold Achberger feierlich eingeweiht. Große Verdienste um diese Kirche hat sich Ehrenkurator Roman Kriechbaum als Mitglied des damaligen Bauausschusses erworben.

 

Tochtergemeinde St. Johann am Tauern



Glaubenskirche St. Johann am Tauern
Glaubenskirche St. Johann am Tauern

Seit die Pfarrgemeinde Gaishorn sich von Wald getrennt hat und selbständig geworden ist, gehören auch die Evangelischen von Hohentauern und St. Johann am Tauern, zusammengefasst in einer Tochtergemeinde, zur Pfarrgemeinde Gaishorn/Trieben.

Es sind wenige Evangelische, die zudem verstreut wohnen, und doch hat Gemeindeleben hier Tradition.

Mittelpunkt des Gemeindelebens ist die Glaubenskirche. Erbaut wurde diese Kirche 1794 als Toleranzbethaus (ohne Turm).

Die Glaubenskirche ist das einzige Toleranzbethaus in der Steiermark, das noch als Kirche verwendet wird.

Nach einer Renovierung in den Jahren 1992-1994 wurde die Kirche wieder in ihren Originalzustand hergestellt. Aus Gründen des Denkmalschutzes ist in der Glaubenskirche keine Heizung.

Im Winter wird deshalb eine alte evangelische Tradition aufgenommen: wir feiern Hausgottesdienste in der großen Stube des Hauses vlg. Stuhlpfarrer.

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